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5. Kapitel, 02

Nach dem Essen ging Miu zur Blibliothek. Ich ging durch den Park in dessen Mitte ein Springbrunnen stand. Ich setzte mich auf eine Bank und dachte an mein Zuhause. Bald würden sie aufstehen und in die Schule gehen. Sie würden sich über unseren dämlchen Mathelehrer lustig machen, der schon wieder vergessen hatte, das er uns Hausaufgaben aufgegeben hatte und dann würde unser Klassenstreber Mike ihn daran errinnern und alle wären sauer auf ihn, weil niemand sie gemacht hatte. ,,Hey!", riss mich jemand aus meinen Gedanken. Ich schaute hoch und sah in das Gesicht von dem Jungen aus dem Speisesaal. ,,Hey", erwiderte ich. ,,Ich hatte vorhin nicht die Gelegenheit mich vorzustellen. Ich bin Nathan." ,,Ich bin Kathleen, aber meine Freunde nennen mich Kat. Aber das weißt du ja schon." ,,Und wie gefällt es dir hier?" ,,Weiß noch nicht so genau. Auf den ersten Blick ganz gut." ,,Ich bin im zweiten Jahr. Und es ist wirklich cool hier. Erst war ich ziemlich skeptisch und ich wollte hier nicht her, aber meine Eltern wollte das", erzählte er und setzte sich zu mir. ,,Echt? Ich wollte auch nicht, aber wahrscheinlich ist es besser so." ,,Wieso? Hast du was angestellt?", fragte er grinsend. ,,Na ja, nicht wirklich. Ist alles nicht so gut in letzter Zeit gelaufen. Aber ist ja egal. Warum bist du hier?" Er grinste. ,,Das erzähl ich dir ein anderes Mal! Soll ich dich ein bisschen herum führen?" ,,Gerne", antwortete ich lächelte ihn an.

Erst zum Mittagessen sah ich Miu wieder, die mich total komisch ansah als ich alleine in den Speisesaal kam. ,,Was ist denn los?", fragte ich. ,,Ich hab dich gesucht! Wo warst du denn die ganze Zeit?" ,,Ich war im Park und dann war ich mit Nathan auf dem Gelände spazieren und..." ,,Moment! Wer ist Nathan?" Sie schaute mich mit ihren großen Augen verwirrt an. ,,Der von heute Morgen." ,,Der mit der Zick-Schwester?" ,,Ja, der." ,,Hey ihr beiden!", begrüßte uns Kyle und sezte sich zu uns an den Tisch, ,,Was habt ihr heute Vormittag so gemacht?" ,,Dies und das", antwortete Miu und grinste mich an. ,,Okaaay, ich frag jetzt mal nicht was bei euch los ist! Ich war mit Mirko im Wald." ,,Im Wald?!", fragte ich verwundert und im selben Moment sagte Miu: ,,Mit Mirko?!" Kyle ignorierte Miu und antwortete mir:,,Ja, ein Teil des Waldes gehört noch zum Gelände!" ,,Uiii", machte Miu und lachte, ,,Zeigst du uns das gleich?" ,,Klar kann ich machen."

Nachdem wir mit dem Essen fertig waren, machte wir uns zu dritt auf den Weg zum Wald. Die Bäume standen Dicht an dich und es war schwierig sich einen Weg zu Suchen, bis wir auf einen schmalen Trampelpfad kamen. ,,Bist du hier vorhin auch lang gegangen?", fragte ich unsicher, weil es mir nicht so vorkam als ob Kyle wusste wohin er lief. ,,Nee, vorhin sind wir irgendwie anders gegangen." ,,Können wir mal ne Pause machen?", nörgelte Miu. ,,Ich bin auch dafür", stimmte ich ihr zu. ,,Okay", meinte Kyle, ,,Wir sollten aber auch bald zurück gehen. Es wird gleich schon dunkel!" Wir setzten uns auf einen Baumstamm. ,,Ich habe mir bestimmt eine Blase gelaufen!" ,,Hör auf zu maulen Miu! Das war doch deine Idee, also..." ,,Ssshht!", machte ich, ,,Habt ihr das auch gehört?" ,,Hör auf uns zu verarschen Kat, das ist echt nicht lustig!", sagte Miu verängstigt. ,,Nein, Mi! Da ist wirklich was..." Knack! Knack! Knack! Stille. Knack! Knack! Knack! Es wurde immer Lauter ,,Oh mein Gott!", flüsterte Miu und im nächsten Moment schrie sie:,,Lauft!" Sie sprang auf und rannte los. Auch Kyle sprang auf. ,,Hee! Wartet!", schrie ich, aber keiner von beiden blieb stehen. Ich drehte mich um und lief auch los. Hinter mir hörte ich wieder das Knacken. Ich blickte immer wieder nach hinten um zu schauen, und im selben Augenblick stolperte ich über eine Wurzel und flog mit einem spitzen Schrei hin. Ich hing noch immer mit meinem Fuß an der Wurzel fest. ,,Scheiße, scheiße, scheiße!", flüsterte ich immer wieder vor mir hin. Mir stiegen Tränen in die Augen. Ich befreite meinen Fuß und lief weiter so schnell ich konnte. Vor Tränen sah ich alles nur noch verschwommen. Ich hörte mein Blut in meinen Ohren pulsieren. Würde ich jetzt Sterben? Schoss mir der Gedanke in den Kopf. Eigentlich müsste ich doch jetzt gleich aus dem Wald rauskommen! Ich lief und lief doch das Schicksal meinte es nicht gut mit mir als vor mir der Zaun auftauchte, von dem das Schulgelände umgeben war. Das hieß ich war nicht zurück zur Schule gelaufen, sondern nur noch tiefer in den Wald. Ich komm hier wieder raus! Tief durch atmen!, versuchte ich mich selber zu beruhigen. Ich hörte kein Knacken mehr. Vielleicht hatte ich ihn abgehängt. Ich entschied mich nach links zu laufen. Alles war still, nur mein keuchender Atem war noch zu hören. Ich durfte jetzt nicht schlapp machen! Ich fing wieder an zu laufen. Ich schaute immer wieder nach hinten um sicher zu gehen das mich niemand mehr verfolgte, als plötzlich gegen einen Baum rannte. Moment! Wo kam der Baum auf einmal her? Der war eben noch nicht da gewesen! Und mir wurde klar: Das war kein Baum! Ich fing histerisch an zu schrein und schlug um mich. Zwei starke Hände fassten um meine Handgelenke.

17.11.13 18:59
 


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